Das Visuelle Service Center der

Techniker Krankenkasse an der

Universität Düsseldorf
 
 

Das Problem - Die Präsenz der TK an der UNI

Die Idee zur Installation des Visuellen Service Center an der Düsseldorfer Universität entstand aus dem Wunsch heraus, eine Anlaufstelle zur TK für Studenten an der Universität zu etablieren. Da keine Räumlichkeiten angemietet werden konnten, suchte man eine alternative, kostengünstige Lösung, die den vielfältigen Ansprüchen und Einschränkungen entsprechen mußte. Als Kriterien waren zu beachten:

  • Installation an einer zentralen Stelle auf dem Campus
  • einfache und intuitive Bedienbarkeit des Systems
  • direkter Kontakt zum Campus-Team via Bild- und Telefonverbindung
  • direkter Schriftwechsel zwischen Kunden und Berater (Erstellung und Ausdruck von Formularen und Bescheinigungen)
  • Zugriff auf die Internet-Seiten der TK Geschäftsstelle Düsseldorf
  • Widerstandsfähigkeit gegenüber physikalischen Einflüssen durch Vandalismus und Diebstahl
  • Mit diesen Anforderungen, dem erforderlichen technischen Know-how und entsprechenden Kontakten zum Unternehmen BÖRGER Kommunikationsberatung GmbH, welches durch seine langjährige Tätigkeit auf den Gebieten Videokonferenz- und Kiosk-Systemen auf umfangreiche Erfahrungen zurückgreifen kann, sollte dieses Problem als Herausforderung angesehen werden.
     

    Die Lösung – Das Visuelle Service Center

    Nach intensiven Überlegungen entschloß man sich zum Einsatz eines in der Praxis bereits bewährten Kiosk-Systems in Form eines Visuellen Service Centers.

    In einer dreimonatigen Zusammenarbeit wurde daraufhin ein System entwickelt, daß alle geforderten Kriterien erfüllte. Die Basis dieses Systems stellte ein Compaq PC mit einem INTEL PIII 500 Prozessor dar, der mit einer handelsüblichen ELSA-Grafikkarte, einer Philips Videokamera und einer ELSA Videokarte ELSAvision II ausgestattet wurde.

    Als Display wurde ein Touch-Screen Monitor eingesetzt, über den durch Berühren eines entsprechenden Icons auf der Bildschirmoberfläche die Verbindung zur TK aufgebaut werden kann bzw. aktuelle Informationen über die TK abgerufen werden können. Die dafür notwendige Software basierte auf der mehrfach eingesetzten und erprobten Kiosk-Software der Firma BÖRGER GmbH. Durch die individuelle Gestaltung der Benutzeroberfläche und die Einbindung des Zugriffs auf die lokalen Internet-Seiten der Geschäftsstelle Düsseldorf konnte die Forderung der einfachen Bedienbarkeit bei gleichzeitiger Zugriffsmöglichkeit auf wichtige TK-Informationen erfüllt werden.

    Diese komplette Technik wurde in einem Kiosk-Terminal integriert, welches durch seine platzsparende Konstruktion wenig Standfläche erfordert, jedoch ausreichend Platz für die komplette Hardware inklusive Drucker bietet. Dabei gewährleistet diese gleichzeitig eine ausreichende Stabilität und Widerstandsfähigkeit gegenüber Vandalismus und Diebstahl.


    Das Kiosk-System



    Die Kommunikation

    Die gesamte Kommunikation erfolgt auf Basis einer ISDN-Verbindung mit Kanalbündelung. Dies gewährleistet eine weitestgehend verzögerungsfreie Bild-/ Tonverbindung und ermöglicht die gemeinsame Betrachtung und Bearbeitung von Dokumenten über das standardisierte Microsoft-Produkt Netmeeting. Der Student ist somit in der Lage, zusammen mit dem TK-Berater Anträge auszufüllen oder Bescheinigungen ausstellen zu lassen, die ihm dann direkt ausgedruckt werden können.
     

    Die Benutzeroberfläche

    Die komplette Bedienung des Systems erfolgt über eine grafische Benutzeroberfläche, die vollständig auf dem Internetstandard HTML basiert. Dadurch können erforderliche Änderungen des Inhaltes oder der Darstellung ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse schnell und einfach durchgeführt werden.
    Durch Berühren entsprechender Bilder oder Texte auf der Bildschirmoberfläche ist eine einfach, intuitive und schnelle Navigation möglich. Wie die folgende Abbildung zeigt, kann der Anwender verschiedene Funktionen nutzen. So kann er über den Punkt "TK-Kontakt" eine Videoverbindung zur Geschäftsstelle der TK aufbauen, um gemeinsam mit einem Berater Anträge auszufüllen bzw. Bescheinigungen ausstellen zu lassen, die ihm dann direkt ausgedruckt werden können oder um offene Fragen zu beantworten.


    Startmenü des Kiosk-Systems

    Aktuelle Informationen von und über die TK lassen sich über den Punkt "TK-Lokal" abrufen. Hier werden einerseits die Internet-Seiten der Geschäftsstelle Düsseldorf dargestellt, andererseits können aktuelle Termine und Aktionen angekündigt werden. Auch diese lassen sich auf Wunsch direkt ausdrucken.
    Desweiteren bietet die TK interessierten Studenten die Möglichkeit eigene Seiten zu hinterlegen, um beispielsweise Tauschmöglichkeiten („schwarzes Brett)“, Termine oder sonstiges bekannt zu geben.
     

    Die Videoverbindung

    Nach Herstellung der Videoverbindung können sich der Anwender und der Berater in den übereinander liegenden Fenstern sehen und über einen Hörer beim Anwender bzw. einem Headset beim Berater miteinander reden.


    Videoverbindung

    Der Berater hat nun die Möglichkeit bei Bedarf mittels eines Knopfdruckes eine Netmeeting-Verbindung auf der bestehenden Leitung zu initiieren, mit deren Hilfe beliebige Dokumente (wie in der Abbildung dargestellt beispielsweise ein Word-Formular auf der rechten Bildschirmseite) zur anderen Seite übertragen werden können, so daß beide Gesprächspartner die gleiche Sicht darauf haben. Zusammen können sie so das Formular oder eine Bescheinigung ausfüllen und direkt beim Anwender ausdrucken.
     

    Das  Informationsportal

    Ein lokaler WWW-Server (World Wide Web) bildet das Basissystem dieses Informationssystems und erlaubt die Darstellung beliebiger Internet-Seiten. Unterstützt werden alle Internet-Standards, angefangen von einfachen Internet-Seiten (HTML-basiert) bis hin zu JAVA-Applets. Der Interessent kann sich über die Menüleiste beliebig innerhalb der Dokumente bewegen und sich die für Ihn wichtigen Informationen beschaffen. Über das Druckersymbol kann er diese auch ausdrucken.


    Begrüßungsseite des TK-Lokal Informationssystems

    Da dieses System lokal arbeitet und somit keine Verbindung nach außen erforderlich ist, fallen auch keine weiteren Kosten an. Mit Hilfe eines frei definierbaren Timers wechselt das System, unabhängig davon, welche Funktion zuletzt ausgeführt wurde, zum Startmenü zurück.
     

    Allgemeine Informationen zu Videokonferenzsysteme

    Die flächendeckende Verbreitung der Computer an Büroarbeitsplätzen und die fortschreitende Verfügbarkeit von ISDN haben die Grundlage für die Entwicklung der PCs zur multimedialen Kommunikationsstation geschaffen. Die direkte Einbindung des Computers in die Kommunikation macht eine komfortable Zusammenarbeit möglich. Während man mit seinem Gegenüber telefoniert und per PC-Bildschirm Blickkontakt hält, können beliebige Dokumente, auch unabhängig von der auf beiden Seiten vorhandenen Anwendungssoftware, interaktiv bearbeitet werden.

    Kommunikation komplett in Ton und Bild bedeutet leichtere und deutlichere Verständigung. Gestik und Mimik unterstreichen oder relativieren Gesagtes. Sachverhalte oder Dinge, die dem Teilnehmer am anderen Ende der Leitung demonstriert werden, sind einfacher zu erfassen.
     

    Vorteile durch den Einsatz von Videokooperationssystemen

    Bisherige Situation in Unternehmen (ohne Videokooperation):

    Die Notwendigkeit des häufigen persönlichen Treffens von Arbeitsgemeinschaften und Projektgruppen ist eines der entscheidenden Probleme aller mittleren und größeren Unternehmen. Diese Treffen sind heute für eine Vielzahl von Abstimmungen der Arbeitsgruppen unerläßlich, denn von der Qualität und der Geschwindigkeit der Beschlüsse sind alle Erfolge der Unternehmen unmittelbar abhängig.

    Deshalb werden persönliche Treffen von Geschäftspartnern immer wichtiger, jedoch werden sie auch immer problematischer, denn sie verursachen erhebliche betriebliche Kosten, reduzieren die Zeit für andere betriebliche Aufgaben, da Vor- und Nachbereitungen notwendig sind, reduzieren die Zeit für Arbeiten der Teams durch Zeitverluste auf den Verkehrswegen, belasten die Umwelt durch überdurchschnittlich hohe Verkehrsaufkommen, beeinträchtigen das berufliche und soziale Umfeld der Arbeitsgruppen durch häufige Abwesenheit, sind informationstechnisch unwirtschaftlich und demotivieren auf Dauer die Teamworker, da sie im Widerspruch zu den tatsächlichen Möglichkeiten stehen.

    Der professionelle Einsatz von Videokooperationssystemen bietet heutzutage die Möglichkeit, Kommunikation und Kosten eines Unternehmens zu optimieren. Denn durch verteilte Kooperation per Videokonferenz werden effektive Abstimmungen möglich.
     

    Produktivitätssteigerung durch Videokooperationssystemen

    Im Gegensatz zu den direkten Einsparungen bei den Reisekosten wird die Produktivitätssteigerung, die durch den professionellen Einsatz von Videokooperationssystemen entsteht, meist unterschätzt. Die wesentlichen Vorteile sind:


    Mehr als nur Bild- und Tonübertragung

    TeleWork Videokonferenz kann aber wesentlich mehr als nur Gesprächspartner mit Bild und Ton auf den PC-Monitor zaubern. Im einzelnen lassen sich folgende Kommunikationsformen unterscheiden:

    Unterstützung von Videokonferenzen mit mehreren Teilnehmern

    Filetransfer: Übertragung von Dateien

    Document-Sharing, Joint-Editing oder Joint-Viewing: die Möglichkeit, gemeinsam an Dateien und Dokumenten in Windows-Anwendungen zu arbeiten

    Whiteboarding-Funktion: die gemeinsame Nutzung eines Notizblocks oder Whiteboards, auf dem beide Seiten Notizen, Anmerkungen oder Skizzen machen können

    Application-Sharing oder Remote-Control: gemeinsames Arbeiten mit Anwendungen, wobei die Anwendungssoftware nur auf einem der beiden miteinander verbundenen PCs vorhanden sein muß.
     



     
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